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Sicherheitsventile einfach besser machen

Mit Regelventilen können Stagnation und Druckstöße noch effektiver vermieden werden sowie durch Fernüberwachung und Fernregelung zusätzliche Aufwände eingespart werden.

Sicherheitsventile in der Installation

Ein Sicherheitsventil, auch Überdruckventil genannt, schützt Rohrleitungen und Anlagen vor unzulässigem Druckanstieg. Bei Überschreiten des Ansprechdrucks öffnet das Ventil und leitet Flüssigkeit frei in die Umgebung oder eine dafür vorgesehene Rohrleitung ab. In der Wasserversorgung sind Sicherheitsventile weit verbreitet. Unter anderem gehört ein Sicherheitsventil in jede fachgerecht geplante Druckreduzierstation, um - bei einer Fehlfunktion des Druckminderers - das nachfolgende Netz vor unzulässigem Überdruck zu schützen. 

Abbildung: Installation „Druckminderung“ mit Sicherheitsventil S300-QR bzw. S300-EC
© AIRVALVE Flow Control

Federbelastetes Sicherheitsventil oder individuell einstellbares Regelventil?

In der Wasserversorgung werden häufig federbelastete Sicherheitsventile, teils mit rudimentärem Korrosionsschutz, eingesetzt. Diese Ventile öffnen gegen die Kraft einer gespannten Feder, wodurch der Öffnungsgrad proportional zum Überdruck steigt. Anders ausgedrückt: Ein vollständiges Öffnen wird, abhängig von der Federkonstante, erst bei stark erhöhtem Überdruck erreicht.

Ein sofortiges, vollständiges Öffnen lässt sich mit eigenmediumgesteuerten Sicherheitsventilen erreichen. Diese werden von einem Pilotventil gesteuert, dessen Ansprechdruck sich präzise über ein weites Druckspektrum einstellen lässt. Darüber hinaus können gleichzeitig die Öffnungs– und Schließgeschwindigkeit angepasst werden, um Druckstöße beim Auslösen zu vermeiden. Nicht zuletzt sind DIN/DVGW-zertifizierte Regelventile von AIRVALVE (Serie 300) über eine nahtlose Epoxy-Beschichtung zuverlässig vor Korrosion geschützt und alternativ komplett aus Edelstahl lieferbar

Abbildung: AIRVALE S300-QR
© AIRVALVE Flow Control

Tropfdicht nach Wartung und Auslösen

Der Dichteinsatz ist mit einer umlaufenden statischen Gummidichtung versehen und dichtet über die positive Druckdifferenz der Membrankammer weich auf dem wechselbaren Edelstahl-Dichtring ab. Durch diese Kombination schließt das Ventil nach jedem Vorgang, auch nach längeren Betätigungspausen tropfdicht. Auf diese Weise werden Leckagen, bedingt durch Beschädigungen an Dichtflächen, vermieden.

Fernbetätigung zur Vermeidung von Stagnation oder doch nur Fernüberwachung

Sicherheitsventile sind meist über Monate (bis Jahre) geschlossen, denn Sie öffnen erst bei Überschreitung des Ansprechdrucks, also nur im seltenen Störfall. Stagnation, speziell in langen Zu– oder Ableitungen von Sicherheitsventilen, kann nur durch regelmäßige Betätigung vermieden werden. Oftmals werden federbelastete Sicherheitsventile heute noch von Hand ausgelöst.

Abbildung: AIRVALE S300-EC
© AIRVALVE Flow Control

Eigenmediumgesteuerte Ventile können, wenn gewünscht, extrem simpel und zuverlässig fernbetätigt werden. Ein oder zwei Magnetventile als Ersatz der Pilotventile reichen aus, um selbst große Sicherheitsventile (bis DN800) aus der Ferne zu öffnen und zu schließen. Dies kann sogar über batteriebetriebene Fernwirktechnik erfolgen, die über Jahre automatisch für Hygiene-Spülungen sorgt, so dass Besuche vor Ort reduziert werden können.

Alternativ zur Betätigung aus der Ferne kann das Auslösen eines Sicherheitsventils auch als Meldung bzw. Alarm übermittelt werden. Über einen am Sicherheitsventil befindlichen Schalter wird das Auslösen durch einen Prozesswächter an die Leitwarte übermittelt und kann dort visualisiert werden.

Mehr Informationen unter www.airvalve.de.

 

 


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